Es zwar nicht das ganze Dorf, dennoch sind viele Eltern aus Vorschule und Grundschule der Einladung zum gemeinsamen Themenelternabend der beiden KiTas und der Grundschule gefolgt. Pädagogische Fachkräfte aus den KiTas, das Kernzeit-Team wie das Lehrerkollegium der Grundschule waren ebenso vertreten: Erziehung geht uns alle an.
Erziehung ist Beziehung – Grenzen mit Respekt und Freundlichkeit setzen
„Wenn Ihr Kind Sie in 25 Jahren zum Kaffee besucht, welcher Mensch soll da an ihrem Tisch sitzen?“ So offen, bodenständig und klar die Einstiegsfrage war, ebenso führte die Referentin Frau Fuchs, zertifizierte STEP-Pädagogin, auch durch den Abend. In wertschätzender Weise machte sie deutlich:
Erziehung zu dem selbstbestimmten Menschen, unseren Kindern, beginnt jetzt.
Heiter und gleichzeitig mit Tiefgang durchdachten alle Anwesenden die von der Referentin eingestreuten Impulse:
- Jeder ist gleichwertig, aber nicht gleich: Erwachsene setzen klare Grenzen, in denen Kinder entscheiden üben können.
- Das Kind als Individuum in einer Gemeinschaft zur Kooperation erziehen: dem Kind die natürlichen und logischen Konsequenzen zumuten – freundlich und bestimmt.
- Das Kind beobachten und die Fehlziele (Macht, Aufmerksamkeit, Rache, Aufgeben)erkennen
- Gedanken, wie „Wer ist der Besitzer des Problems?“ zulassen und entsprechend das Kind darin unterstützen, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen
- Kinder vergleichen tut Kindern nicht gut. Sachliches Feedback jedoch bringt Kinder voran und betont, dass man etwas lernen kann.
Rückmeldungen aus dem Publikum zeigten, dass die Erwachsenen durch authentische Beispiele, das Zusammenfassen wichtiger Impulse auf Praxiskarten oder der Flipchart und die fortwährende Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen, gut durch Theorie und Praxis der Individualpsychologie von Alfred Adler geführt wurden.
Auf seinen psychologischen Erkenntnissen basiert STEP – als ein demokratisches und humanes Konzept. Es zielt darauf ab, Menschen unterschiedlicher Generationen – Erwachsenen und Kindern – feste und klar strukturierte Regeln für den Umgang miteinander an die Hand zu geben. Der Einzelne soll kooperieren und zu einem Gefühl für die Gemeinschaft geführt werden, in der es lebt: in der kleinen Familie, in der Kindergartengruppe und auch in der Schule. Die Grundüberlegungen dahinter lassen sich auch auf Freundschaften und Partnerbeziehungen übertragen.
Wir Lehrkräfte und alle pädagogischen Fachkräfte nehmen die wertvollen Anstöße mit in ihre jeweiligen Teams in KiTa und Grundschule – mit dem Ziel, in unserer Haltung weiterzuwachsen.
Wer nun nicht dabei sein konnte, hat am 17.11.2026 die Möglichkeit Frau Fuchs und diese wertvollen Ideen bei einem Themen-Elternabend in der KiTa (primär für Krippen-und jüngere KiTa-Kinder) kennen zu lernen.
Frau Fuchs stellt dann auch erneut das Wahrnehmungshaus mit seinem besonders wichtigen Fundament – als Basis für die Entwicklung des Sozialverhaltens und des späteren schulischen Lernens- genauer und sicher wieder sehr praxisnah vor.